Licht ist eine elektromagnetische Welle mit einer Wellenlänge zwischen 380 nm und 780 nm (Frequenz von 790 THz bis 380 THz). Diesen Bereich nennt man das Farbspektrum oder Lichtspektrum der elektromagnetischen Wellen.

Perfektes weißes Licht ist eine Mischung aller Spektralfarben. Die Sonne liefert perfektes weißes Tageslicht.

Das Auge mit seinen Sinneszellen kann die Lichtfrequenzen erkennen und im Gehirn entsteht ein Farbeindruck. Die drei Typen der Farbsinneszellen (Zapfen) im menschlichen Auge haben ihre höchste Empfindlichkeit bei den Wellenlängen 420 nm, 535 nm und 565 nm.

CMYK-Codierung / Subtraktive Farbmischung

CMYK Codierung

Abb. Subtraktive Farbmischung aus den Grundfarben Türkisblau (Cyan), Purpur (Magenta) und Gelb (Yellow)(CMY).

Fällt weißes Licht auf ein ungefärbtes Papier, so werden alle Spektralfarben reflektiert und der Betrachter sieht ein weißes Blatt. Trägt man rote Farbe auf, so werden nur die Spektralfarben reflektiert, die im Auge den Roteindruck erzeugen, der Rest wird von der Farbe verschluckt. Trägt man weitere Farben auf, so werden noch mehr Spektralfarben verschluckt. Aus dem weißen Licht werden Farben subtrahiert. Bei Mischung aller Druckfarben entsteht Schwarz.

In Druckern wird aus technischen Gründen zusätzlich Schwarz hinzugegeben, deshalb werden Drucke in CMYK (k = Black) kodiert.

C: Werte von 0 bis 100
M: Werte von 0 bis 100
Y: Werte von 0 bis 100
K: Werte von 0 bis 100

Beispiele:

CMYK = 0, 0, 0, 0 = Weiß
CMYK = 0, 0, 0, 100 = Schwarz
CMYK = 100, 100, 100, 0 = Schwarz
CMYK = 0, 100, 100, 0 = Rot (Mischung aus Magenta und Gelb)

RGB-Codierung / Additive Farbmischung

RGB Codierung

Abb. Additive Farbmischung aus den Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB).

Monitore haben einen schwarzen Hintergrund und strahlen Licht ab. Weißes Licht ergibt sich durch das Hinzufügen von Spektralfarben. Dabei ist es für das Auge (und Gehirn) nicht notwendig, alle Spektralfarben zu addieren, um den Eindruck von weißem Licht zu erzeugen. Es reichen die Farben Rot, Grün und Blau aus. Bei Mischung der Farben entsteht Weiß.

R: Werte von 0 bis 255
G: Werte von 0 bis 255
B: Werte von 0 bis 255

Beispiel

RGB = 0, 0, 0 = Schwarz
RGB = 255, 255, 255 = Weiß
RGB = 100, 100, 100 = Grau (wenn alle drei Werte gleich sind, ergibt das einen Grauton)
RGB = 255, 255, 0 = Gelb (Mischung  aus Rot und Grün)

Testen

Dies kann man leicht mit einer HTML-Datei ausprobieren: Einfach die Werte in den Klammern hinter rgb ändern. Die Datei speichern und im Browser anzeigen lassen.

<html>
  <head>
  </head>
  <body>
    <h1 style=”background-color:rgb(255,255,0)”>Test</h1>
  </body>
</html>

Ergebnis:

Test

HSV-Codierung

Es gibt viele weitere Codierungsmöglichkeiten. Verbreitet ist auch die HSV-Codierung, bei der ein Farbwert (Hue), die Farbsättigung (Saturation) und die Helligkeit (Value) angegeben wird.

Varianten der HSV-Codierung sind die HSB-, HSL- und HSI-Codierung.

Realitätsnähe der Farbcodierung

Die RGB-Codierung mit theoretisch über 17 Millionen Farben (256 * 256 * 256) definiert mehr Farben als die CMYK-Codierung, aber kein Farbcodierungssystem erfasst alle in der Natur vorkommenden Farben. Welche Farben gesehen und unterschieden werden können, hängt natürlich auch vom Alter und anderen individuellen Faktoren ab.

RGB in Graustufe umrechnen

RGB-Werte können mit einer einfachen Formel in Graustufen umgerechnet werden:

Grauwert     =     R * 0,3     +      G * 0,584     +      B * 0,114

Oder mit einer alternativen Gewichtung der Farben:

Grauwert     =     R * 0,2     +      G * 0,72     +      B * 0,07

RGB in CMYK umrechnen

Für die Umrechnung von CMYK in RGB gibt es keine einfache Formel. Es ist besser, hierzu in Farbtabellen nachzuschlagen oder dies von einer Software berechnen zu lassen.

Folgende einfache Formel rechnet grob CMY-Werte in RGB-Werte um.

R = 255*(M/100 * Y/100)
G = 255*(C/100 * Y/100)
B = 255*(C/100 * M/100)