Ein von der Jahrestagung der tekom 2021 inspirierter Exkurs

„Liebe Leserinnen, Sie sind mitgemeint“ … Was vor einigen Jahren noch als praktikable Lösung galt, um die im Text folgende Verwendung des generischen Maskulinums zu erklären, wird heute zunehmend als Umschiffung inklusiver Sprache verstanden. Fest steht: Man kommt an dem Thema nicht mehr vorbei, auch nicht in der zumeist eher von Fakten denn von persönlicher Ansprache geprägten Technischen Kommunikation. Und so war die inklusive Sprache einer der Schwerpunkte auf der diesjährigen tekom-Tagung. Ich möchte das Thema daher ebenfalls in diesem Blog-Beitrag in Form eines (nicht ganz so kurzen) Überblicks aufgreifen, inspiriert von den Erkenntnissen und Lösungen, die ich von der Tagung mitgenommen habe.

Geschlechtergerechte, gendergerechte, gendersensible oder geschlechtsinklusive Sprache?

Wer sich mit inklusiver Sprache beschäftigen möchte, findet sich schnell mit einer erstaunlichen Menge unterschiedlicher Begriffe konfrontiert. Was direkt deutlich wird: Einheitliche, festgeschriebene Definitionen der Begriffe scheint es nicht zu geben. Bevor ich mich den Details zuwende, möchte ich daher kurz auf mein Verständnis der für mich zentralen Begriffe eingehen:

Im Kontext „Geschlechtergerechtigkeit“ (Gender Mainstreaming) steht das Bestreben im Vordergrund, geschlechtsspezifische Benachteiligungen (insbesondere von Frauen) zu beseitigen.

Der Begriff der „Gendergerechtigkeit“ spiegelt die Entwicklung der letzten Jahre wider, die darauf abzielt, das gesamte Spektrum der Geschlechter zu repräsentieren. Entsprechend liegt der Fokus eher auf der Geschlechtsidentität als auf dem biologischen Geschlecht. Ziel ist die Bekämpfung struktureller Ungleichheiten.

File: Gender Equality (6066) - The Noun Project.svg, Wikimedia Commons

File: Gender Equality (6066) – The Noun Project.svg, Wikimedia Commons

Gendersensible Sprache zielt auf einen bewussten Umgang mit Sprache ab, welche die Geschlechtervielfalt von Menschen repräsentiert. Das bedeutet auf der sprachlichen Ebene, dass Formen verwendet werden sollten, die alle Geschlechter ansprechen. Auf der inhaltlichen Ebene heißt es, dass alle Geschlechter in ihren Funktionen und in ihrer Präsentation gleichberechtigt dargestellt werden.

Inklusive Sprache bezeichnet einen Sprachgebrauch, der dazu beitragen soll, dass alle Menschen gleichberechtigt in die sprachliche Kommunikation einbezogen werden und angesprochen sind. Sie geht damit über die Berücksichtigung geschlechtlicher Aspekte hinaus und hat beispielsweise auch gesellschaftliche Gruppen, Barrierefreiheit und Sprachvarianten wie Leichte und Einfache Sprache im Blick.

Unter geschlechtsinklusiver Sprache versteht man dementsprechend die Gleichbehandlung aller Geschlechter. Die Gleichstellung soll in gesprochener und geschriebener Sprache zum Ausdruck gebracht werden. Geschlechtsinklusive Sprache beruht auf drei Fundamenten:

File: Gender Neutral (13777) - The Noun Project.svg, Wikimedia Commons

File: Gender Neutral (13777) – The Noun Project.svg, Wikimedia Commons

  1. Sichtbarmachen: Hierbei versucht man, beispielsweise über die Ansprache, alle jeweils angesprochenen Geschlechter gleichermaßen zu berücksichtigen.
  2. Neutralisieren: Das Neutralisieren zielt darauf ab, geschlechterspezifische Bezeichnungen zu vermeiden.
  3. Gleichbehandeln: Dieser Aspekt bezieht sich auf die Ausgewogenheit eines Textes im Hinblick auf beispielsweise Rollen. Insbesondere sollten Stereotype vermieden werden.

Sichtbarmachen, Neutralisieren, Gleichbehandeln – wie lässt sich das in der Technischen Kommunikation realisieren? Welche Lösungen sind geeignet, wo liegen die Grenzen? Das möchte ich in den nächsten Abschnitten darstellen.

Sprachliche Inklusion sichtbar machen

Im Verlauf der letzten Jahre haben sich mehrere Ansätze etabliert, sprachliche Inklusion zu realisieren. Für die Belange der Technischen Kommunikation sind sie allerdings nicht alle gleichermaßen geeignet. Werfen wir einen Blick auf die gängigsten Umsetzungsoptionen:

1. Doppelnennung männlicher und weiblicher Formen (Paarform):

Hierbei werden konsequent die weibliche und die männliche Form verwendet, verbunden mit „und“ oder „oder“. Die Doppelnennung wird vor allem in der persönlichen Anrede verwendet.

Beispiel: „Anwenderinnen und Anwender“

Die Nachteile dieses Ansatzes liegen darin, dass im Vergleich zur Verwendung des generischen Maskulinums die Texte unter Umständen erheblich länger werden und zudem nur Männer und Frauen Berücksichtigung finden. Im Sinn eines Sichtbarmachens aller Geschlechter ist die Paarform daher ungeeignet.

2. Binnen-I und Trema (ï):

Hier wird der erste Buchstabe der weiblichen Endung der Nomen groß geschrieben beziehungsweise ein Trema eingesetzt. Für die weibliche Endung von Personalpronomen, Adjektiven usw. werden bei dieser Lösung Großbuchstaben verwendet.

Beispiele: „AnwenderInnen“, „einE Mitarbeiter oder Mitarbeiterin“, Mitarbeiterïn“

Das Binnen-I war bis vor einiger Zeit vor allem im akademischen Bereich und in der Verwaltung weit verbreitet. Es wird allerdings zunehmend verdrängt durch den Unterstrich oder den Gender-Stern. Dafür gibt es mehrere Gründe: Mit dem Binnen-I liegt die Schreibweise sehr nah an der weiblichen Form und wird Studien zufolge auch als solche wahrgenommen. Damit ist sie nicht wirklich inklusiv. Zudem kollidiert es mit der Deutschen Rechtschreibung, die eine Großschreibung im Wortinneren nicht vorsieht. Manche Screenreader erzeugen vor der Endung „Innen“ eine kurze Pause, die man allerdings im Sinn einer Sichtbarmachung als erwünscht betrachten kann und die beim Vorlesen eine Abgrenzung gegenüber dem generischen Femininum ermöglicht.

Das Trema ist eine noch relativ neue Variante, die ebenfalls den Vorteil hat, dass sie das Schriftbild nur wenig verändert. Außerdem hat das Trema im Deutschen keine Funktion inne, was Fehlinterpretationen des Zeichens vermeidet, allerdings auch die Eingabe erschwert, da es nicht auf der Tastatur zu finden ist und man daher jeweils Tastaturkürzel (ALT + 0239  für ï und ALT + 0207 für Ï) verwenden muss. Das Trema erfordert eine kurze Pause (Glottisschlag) beim Sprechen, wie zum Beispiel beim Wort „naïve“, sodass eine Verwechslung mit dem generischen Femininum ausgeschlossen ist.

3. Schrägstrich und Klammerung:

Mit dem Schrägstrich und der Klammerung können gleichberechtigt Frauen und Männer angesprochen werden. Er wird zudem häufig zur Ergänzung einer weiblichen Endung verwendet.

Beispiel: „Lehrer/in“, „ein/e Mitarbeiter/in“, „Geschäftsführer(in)“

Der Vorteil dieser Schreibweise ist, dass sie konform zur deutschen Rechtschreibung ist. Sie erfreut sich zudem einer recht hohen Akzeptanz in der Bevölkerung. Die Nachteile liegen darin, dass sie stärker als andere Varianten die Worte unterbricht und Formen, bei denen die maskuline Form nicht Bestandteil der femininen Form ist, damit nicht dargestellt werden können. Hinzu kommt, dass der Schrägstrich auch als „oder“ verstanden werden kann. Last but not least berücksichtigt er nur Männer und Frauen; die weibliche Endung hinter dem Schrägstrich wirkt eher angehängt als mitgenannt, die Klammer wirkt in ähnlicher Weise wie ein Zusatz.

4. Unterstrich („Gender Gap“) _ , Doppelpunkt : und Stern (Asterisk) *:

Diese Varianten berücksichtigen die Vielfalt geschlechtlicher Identitäten in Form eines Zeichens, das zwischen den Wortstamm und die weibliche Endung (bisweilen auch an das Ende der männlichen Form) gesetzt wird.

Beispiele: „Mitarbeiter_in“, „ein*e Kolleg*in“, „Damen* oder Herren*“, „Freund:in“

Welches dieser Zeichen am besten geeignet ist, um Vielfalt zu repräsentieren, wird kontrovers diskutiert. Der Unterstrich steht tendenziell eher für die Vielfalt von Menschen, da er optisch einen Bereich darstellt, der Stern wird eher mit der sexuellen Identität assoziiert. Allerdings: Platziert man den Unterstrich oder den Stern vor der weiblichen Endung, erscheint diese (wie beim Schrägstrich und der Klammerung) optisch als abgetrenntes Anhängsel der männlichen Form. Zum Teil wird auch kritisiert, dass der Unterstrich mit einer Leerstelle assoziiert werden könnte.

Das Einfügen dieser Zeichen inmitten eines Wortes führt dazu, dass das Wort optisch auseinandergerissen und so das Lesen des Textes erschwert wird. Der Doppelpunkt stört das optische Erscheinungsbild am wenigsten, allerdings erschwert er blinden Menschen das Lesen in Braille-Schrift, weil sie entweder daran hängenbleiben oder ihn überlesen und dann das betreffende Wort als generisches Femininum formuliert scheint. Auch für Screenreader ist der Doppelpunkt nicht ideal: Er wird als Satzende identifiziert, das heißt, die Pause zwischen dem Wortteil vor und dem Wortteil nach dem Doppelpunkt ist sehr lang, sodass der Zusammenhang verloren geht.

Auch der Unterstrich gilt für Menschen mit Sehschwäche als nicht ideal, denn er ist für diese schwer zu erkennen. Dadurch wird der Abstand als Leerzeichen wahrgenommen und das Lesen des Textes behindert.

Der Stern hingegen ist für Menschen mit starker Sehbehinderung besser zu erkennen als andere eingefügte Zeichen und wird daher auch vom DBSV (Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband) empfohlen. Der Verband merkt allerdings auch an, dass in Wörter eingefügte Zeichen für Menschen mit Sehschwäche nicht wirklich gut geeignet sind und Lösungen favorisiert werden sollten, die solche Konstrukte, wenn irgend möglich, vermeiden. Die Zeichen in der Wortmitte bringen noch weitere Nachteile mit sich: Viele Screenreader lesen zwar normalerweise keine Satz- und Sonderzeichen vor – aber der Stern und Unterstrich bilden hier eine Ausnahme. Egal ob mitten im Wort oder am Wortende, es wird das Wort „Stern“ beziehungsweise „Unterstrich“ gelesen. Man kann dem allerdings begegnen, indem man die Sprachausgabe so konfiguriert, dass diese Zeichen nicht als Wort vorgelesen werden, sondern eine Satzzeichenpause eingefügt wird.

Problematisch sind diese Lösungen auch, wenn bei der Feminisierung ein Vokalwechsel stattfindet, wie zum Beispiel bei Arzt/Ärztin, denn „Ärzt*in“ wäre keine inklusive Bezeichnung. Und nicht zuletzt besteht auch im Hinblick auf Silbentrennungen noch keine Einigkeit.

5. Mediopunkt:

Den Mediopunkt findet man bisweilen als Alternative zu Stern, Doppelpunkt oder Unterstrich.

Beispiel: „Mediator·in“

Wie der Doppelpunkt ist der Mediopunkt optisch unauffällig. Problematisch ist jedoch, dass er in Leichter Sprache als Lesehilfe bei langen Worten dient (Beispiel: „Ein Medio·punkt macht schwere Texte leichter.“) und daher eine feste Bedeutung hat, die mit der Verwendung als Gender-Zeichen kollidiert.

So weit, so gut, was Nomen betrifft. Doch was ist mit Pronomen und Konjunktionen? Kristina Hammer und Hans Pich von DWS stellten in ihrem Fachvortrag „Gendersensible Sprache – eine Frage auch für die Technische Kommunikation?“ am 11.11.2021 auf der tekom-Jahrestagung folgende Möglichkeiten vor:

  • Personalpronomen: sie_er, sie*er, x, sie/er, si:er, xier, sier
  • Fragepronomen: Welche_r? Welche*r? Welch*? Welche/r? Welche:r? Wex?
  • Possesivpronomen: ihr_seine, ihre*seine, xs
  • Konjunktionen: er und sie, sein oder ihr
File: Pronouns beyond gender.png - Wikimedia Commons

File: Pronouns beyond gender.png – Wikimedia Commons

Derzeit entwickelt sich eine bunte Vielfalt an Ideen und Ansätzen wie beispielsweise der Vorschlag, nicht-binäre Pronomina aus anderen Sprachen ins Deutsche zu übernehmen:

  • „They” im Singular (z.B. „They ist ein*e Student*in”, statt: „Er/Sie ist ein/e Student/in“)
  • Hen” aus dem Schwedischen (z.B. „Hen studiert mit uns”, statt: „Er/Sie studiert mit uns”)

Sind Sie neugierig geworden? Hier finden Sie noch mehr kreative Lösungen:

Gar nicht mehr neu – Neopronomen wie xier – Lucia Clara Rocktäschel (lucia-clara-rocktaeschel.de): https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/neopronomen-wie-xier/

Gendern mit „ens“: Pronomen, Erklärung, Bedeutung, Definition – Bedeutung Online: https://www.bedeutungonline.de/gendern-mit-ens-pronomen-erklaerung-bedeutung-definition/

Welche Lösung sich letztlich durchsetzen und insbesondere in der Technischen Kommunikation etablieren wird, lässt sich noch nicht abschätzen.

Menschen auch sprachlich in ihrer Vielfalt anzusprechen, unterstützt ihr Sichtbarmachen. Worum es jedoch prinzipiell geht, ist Gleichbehandlung, und diese umfasst mehr als das Verwenden von Sonderzeichen und gegebenenfalls neutralen Pronomina. Wie diese Gleichbehandlung sprachlich realisiert werden kann, möchte ich im nächsten Abschnitt vorstellen.

Sprachliche Gleichbehandlung durch geschickte Wortwahl und Formulierungen realisieren

Eine Möglichkeit, gendersensibel zu formulieren, ist zum Beispiel das Verwenden neutraler Formulierungen und Begriffe.

Damit lassen sich auch ein Übermaß an Sonderzeichen und komplizierte Konstrukte reduzieren, welche die Lesbarkeit beeinträchtigen würden. Sprachliche Neutralität kann zum Beispiel realisiert werden durch:

  • geschlechtsneutrale Substantive: Durch das Verwenden geschlechtsneutraler Personenbezeichnungen kann man Dopplungen vermeiden. Beispiel: „Ansprechperson“ statt „Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner“
  • Adjektive: Beispiel: „die prüfende Person“ statt „der Prüfer“
  • Kollektivbezeichnungen: Das Nennen von Personen lässt sich häufig durch Kollektivbezeichnungen vermeiden. Beispiel: „Projektteam“ statt „Projektmitarbeiter*innen“
  • Substantivierte Partizipien und Adjektive im Plural: Durch das Verwenden von Adjektiven und Partizipien im Plural lassen sich männliche Substantive umschreiben. Beispiel: „Teilnehmende“ statt „Teilnehmer“ Der Nachteil dieser Strategie liegt darin, dass sie nur im Plural neutral ist.
  • geschlechtsneutrale Pluralformen: Beispiel: „Die Angestellten“ statt „Der/die Angestellte“
  • Funktionen statt Personen: Beispiel: „Die Vertretung übernimmt …“ statt „Der Vertreter ist …“

Die Vorteile solcher Lösungen liegen in ihrer guten Lesbarkeit und dem Vermeiden technischer Probleme durch Sonderzeichen.

Sie sind daher auch für Menschen mit Sehschwäche gut zu lesen.

Häufig lässt sich die Problematik der Berücksichtigung aller Geschlechter auch durch Umformulieren umgehen, zum Beispiel über folgende Ansätze:

  1. Neutrale Pronomen verwenden: Pronomen sind häufig nicht geschlechtsneutral. In vielen Fällen kann man sie jedoch durch neutrale Formen ersetzen. Beispiel: „alle“ statt „jeder“.
  2. Mit Infinitiv umschreiben: Hiermit kann man den Bezug zu Personen umgehen. Beispiel: „Folgende Hinweise sind zu beachten.“
  3. Relativsätze bilden: „Personen, die einen Antrag stellen …“ statt „Antragsteller“
  4. Handlungsbezeichnende Infinitive verwenden: Beispiel: „Teilnahme“ statt „Teilnehmer“
  5. Direkte Anrede verwenden: Mit direkter Anrede kann man geschlechtsspezifische Benennungen vermeiden. Beispiel: „Montieren Sie …“
  6. Geschlechtsneutrale Anreden wählen: Bei Briefen und E-Mails kann man „Herr“ und „Frau“ umgehen, indem man Anreden wie „Guten Tag“ oder „Hallo“ wählt. Beispiele: „Guten Tag, Max Mohai“ oder „Hallo Kim Kramer“
  7. Passiv-Formulierungen nutzen: Mit passiven Formulierungen kann Geschlechtsneutralität erreicht werden. Allerdings sind passive Formulierungen im Kontext der Technischen Kommunikation oft ungeeignet, da sie häufig mehrdeutig sind. „Die Schulung wurde geleitet von …“
  8. Wechsel zwischen männlicher und weiblicher Form: Männer und Frauen werden explizit genannt, aber Menschen, die sich weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuordnen, werden nicht berücksichtigt. Zudem ist oft unklar, was genau gemeint ist. Wenn zum Beispiel die weibliche Form genannt wurde: Waren tatsächlich nur Frauen vor Ort?

Für das Erstellen eines gendersensiblen Textes ist also vor allem Kreativität gefragt.

Glücklicherweise ist man jedoch nicht nur auf eigene Ideen angewiesen. Anregungen kann man beispielsweise hier finden:

Geschickt gendern – Das Genderwörterbuch: https://geschicktgendern.de

Duden | Gendern für Profis: zusammengesetzte Wörter mit Personenbezeichnungen: https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/gendern-komposita-personenbezeichnungen

Ein kurzer Blick in andere Länder

In Frankreich hat seit 1635 die Académie française die Hoheit über alles, was zumindest in geschriebener Form im Französischen als zulässig gilt. Wie im Deutschen wird traditionell bei gemischten Gruppen das generische Maskulinum verwendet. Es gibt Ansätze, die weibliche Form in die Pluralbildung aufzunehmen, indem zum Beispiel bei Adjektiven das zusätzliche „e“ der weiblichen Form in das Wort zwischen Punkte gesetzt wird: „Les personnes sont separé.e.s“. Außerdem werden Doppelformen wie „des maitres et des maitresses“ mit den ebenfalls nach Geschlecht differenzierten Verben („des maitres sont arrivés“, „des maitresses sont arrivées“) abgekürzt, beispielsweise durch Bindestriche, Schrägstriche oder Punkte. Die Académie française lehnt jegliche Ansätze dieser Art seither kategorisch ab, erlaubt aber seit 2019 immerhin auch weibliche und neutrale Berufsbezeichnungen. Trotz des Verbotes scheint das „.e.“ jedoch zunehmend Einzug in den Schriftverkehr zu halten, und die Diskussion nimmt an Fahrt auf, seit „Le Robert“, ein französisches Wörterbuch, das genderneutrale Pronomen „iel“ als Ergänzung zu „il“ und „elle“ aufgenommen hat.

Ähnlich wie in Frankreich beginnt sich auch in Spanien ein genderneutrales Pronomen zu etablieren, „ele“ oder „elle“, entwickelt aus dem männlichen „el“ und dem weiblichen „ella“. Um sowohl das „a“ für die weibliche Form als auch das „o“ für die männliche zu berücksichtigen, findet man ein @.

Damit wird zum Beispiel aus „muchos“ und „muchas“ „
much@s“. Alternativ findet man auch ein „e“ oder „x“, also „muches“ und „muchxs“. Die Real Academia, die Institution zur Pflege der spanischen Sprache, empfiehlt allerdings die Verwendung des generischen Maskulinums oder neutraler Wörter.

File:Non-binary pronouns.png - Wikimedia Commons

File: Non-binary pronouns.png – Wikimedia Commons

Im Englischen ist manches leichter als im Deutschen und Französischen, allein deshalb, weil es nur einen Artikel gibt und Verben, Adjektive usw. nicht an ein Geschlecht angepasst werden müssen. Berufsbezeichnungen lassen sich recht unkompliziert neutral formulieren. Polizisten werden beispielsweise als „police officer“ statt als „policeman“ bezeichnet. Das Bemühen, „man“ in Wörtern durch neutrale Formen zu ersetzen, setzt sich auch an anderer Stelle fort. Beispielsweise wurde per Beschluss des kanadischen Joint Terminology Panels die Bezeichnung „unmanned vehicle“ durch „uncrewed vehicle“ ersetzt. Statt der Personalpronomen he und she werden bisweilen die Formen im Wechsel verwendet. Zunehmend scheint sich die Pluralform „they“ bzw. „them“ in Kontexten durchzusetzen, in denen nicht bekannt ist, mit welchem Geschlecht sich die anzusprechenden Personen identifizieren oder wenn keine bestimmten Personen gemeint sind („Everybody loves their mother.“).

Eine weitere Option, um im Englischen sprachneutral zu formulieren, ist die Verwendung von „one“. Damit verfasste Texte klingen allerdings sehr formal.

Darüber hinaus gibt es eine Tendenz dazu, die spezifisch weiblichen Formen wie zum Beispiel „actress“ zu eliminieren, aus dem Grund, dass gegenderte Berufsbezeichnungen eine Trennung herbeiführen, die es heute nicht mehr geben sollte. Im Gegensatz zum Deutschen werden im Englischen maskuline Formen wie „actor“ als geschlechtsneutral wahrgenommen. Dies hängt vermutlich damit zusammen, dass aufgrund des Fehlens eines geschlechtsspezifischen Artikels keine implizite Zuordnung der Worte zu einem Geschlecht erfolgt, wie das zum Beispiel im Deutschen bei vielen Berufsbezeichnungen der Fall ist („der Manager“, „die Hebamme“).

File: Hen - The Swedish pronoun.svg - Wikimedia Commons

File: Hen – The Swedish pronoun.svg – Wikimedia Commons

Wie in Frankreich und Spanien wurde auch in Schweden ein genderneutrales Pronomen, „hen“ entwickelt. 2015 wurde es nach jahrelangen Debatten in die offiziellen Wortlisten aufgenommen. Bei Berufsbezeichnungen werden die weiblichen und männlichen Endungen durch „person“ ersetzt.

Hürden und Klippen

Gendersensible Sprache ist ein Mittel, um Menschen in ihrer Vielfalt sichtbar zu machen, und man hat ein recht breites Spektrum an Möglichkeiten zur Verfügung, entsprechend zu schreiben. Dieses Mittel hat jedoch auch seine Grenzen. Diese möchte ich hier (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) beleuchten.

Sprachliche Inklusion und Barrierefreiheit

Sprachliche Inklusion hat das Ziel, alle Personengruppen zu berücksichtigen, doch steht gendergerechte Sprache ein Stück weit der Forderung nach Barrierefreiheit entgegen. Sonderzeichen wie der Stern stellen zum Beispiel für Menschen mit Sehschwäche oder mit Leseschwierigkeiten eine Hürde dar. Wird etwa ein Screenreader so konfiguriert, dass er den Stern unterdrückt, so wird er unter Umständen in Fällen, in denen er in einem Formular ein Pflichtfeld markiert, ebenfalls nicht vorgelesen. Bei der Braille-Schrift müssen Sonderzeichen durch spezielle Ankündigungszeichen gekennzeichnet werden, was den Lesefluss behindert.

Gleichbehandlung und Sichtbarmachung

Als gegeben kann man mittlerweile betrachten, dass Geschlechts-Stereotype die Wahrnehmung beeinflussen und im Deutschen das generische Maskulinum, bezogen auf Menschen, in der Regel nicht als neutrale Form wahrgenommen wird. Studien legen auch den Schluss nahe, dass sprachliche Sichtbarmachung sich auf die Wahrnehmung auswirkt. Es spricht also einiges dafür, sich vom generischen Maskulinum zu verabschieden – allerdings nur bedingt in Form von neutralen Formulierungen, denn diese führen tendenziell eher dazu, dass Menschen sprachlich unsichtbar gemacht werden. Zudem gilt es, auch inhaltliche Aspekte eines Textes zu berücksichtigen, zum Beispiel durch sichtbare körperliche Vielfalt in Bildern, durch Darstellungen auf Augenhöhe, die Frauen auch in traditionell männlichen Arbeitsfeldern und Männer bei unterstützenden Tätigkeiten zeigen.

Spezialitäten der deutschen Sprache

Gendergerechte Sprache wird spätestens dann zur Herausforderung, wenn es darum geht, Sätze zu bilden. So ist das Wort „Jemand“ grundsätzlich an ein männliches Personalpronomen gekoppelt, ebenso wie grammatikalische Maskulina wie „Gast“ oder „Mensch“. Von letzteren können zudem auch keine weiblichen Formen gebildet werden – ebenso wenig wie von „Person“ oder „Fachkraft“ männliche Formen. Auch Komposita beinhalten häufig eine maskuline Form, zum Beispiel „Benutzeroberfläche“. Manchmal, aber nicht immer, gelingt es hier, geschlechtsneutrale Alternativen zu verwenden, zum Beispiel „Benutzungsoberfläche“. Hinzu kommen noch Wörter, denen ein gegengeschlechtliches Pendant fehlt, beispielsweise „Krankenschwester“ oder „Vordermann“.

Im Singular sind gendergerechte Formulierungen besonders schwierig zu managen: „Jede Mitarbeiterin, die zu spät kommt, muss ihre Verspätung entschuldigen.“ „Jeder Mitarbeiter, der zu spät kommt, muss seine Verspätung entschuldigen.“ Versuche, beispielsweise über Sterne eine inklusive Lösung zu erzeugen, würden hier zu einem stilistischen Desaster führen (Jede*r Mitarbeiter*in, der*die zu spät kommt muss seine*ihre Verspätung entschuldigen.“). Als Alternative bietet sich in solchen Fällen der Plural an, bei dem Artikel und Pronomina nicht verändert werden müssen und der auch bei unterschiedlichen weiblichen und männlichen Singularformen wie Arzt/Ärztin eine Lösung des Dilemmas liefern kann. Allerdings wird in vielen Fällen durch die Pluralbildung auch die Satzaussage zumindest geringfügig verändert.

Dass sich in Abhängigkeit vom Kasus die Endungen der Wörter im Deutschen je nach grammatikalischem Geschlecht unterscheiden, macht das „Gendern“ nicht leichter. Dabei entstehen bisweilen Konstrukte, die nahezu unlesbar sind. Kristina Hammer und Hans Pich von DWS haben dazu in ihrem Fachvortrag „Gendersensible Sprache – eine Frage auch für die Technische Kommunikation?“ am 11.11.2021 auf der tekom Jahrestagung) ein paar schöne Beispiele aufgeführt wie zum Beispiel: „Wir suchen eine:n talentierte:n Mitarbeiter:in“, „die Meinung eines:einer Reporters:in“.
Auch Probleme dieser Art lassen sich umschiffen, indem man den Plural verwendet. Zusätzlich sollten der Dativ vermieden und der Satzbau vereinfacht werden. Und natürlich sind auch kreative Lösungen wie diese hier möglich, die allerdings für die Belange der Technischen Kommunikation ungeeignet sein dürften:

Version 3.3 : xier Pronomen ohne Geschlecht – Illi Anna Heger – Grafische Dokumentation, Comics, Theorie und xier Pronomen: https://www.annaheger.de/pronomen33/

Das NoNa-System – Geschlechtsneutrales Deutsch: https://geschlechtsneutralesdeutsch.com/das-nona-system/#artikel

Der Zweck bestimmt den Stil

Welches Fazit lässt sich aus den Möglichkeiten, gendergerecht und -sensibel zu schreiben, für die Technische Kommunikation ziehen?

Hier sollten im Zentrum der Überlegungen immer die zu adressierenden Zielgruppen stehen. Handelt es sich eher um ein konservativ oder progressiv eingestelltes Klientel? Wird gendergerechte Sprache dort akzeptiert beziehungsweise, falls ja, in welchem Umfang? Laut einer Infratest-Umfrage vom Mai 2021 lehnt noch immer die Mehrheit der deutschen Wahlberechtigten (65%) die Verwendung geschlechtsneutraler Sprache in Medien und Öffentlichkeit ab. Bei Überlegungen zur Auswahl des Schreibstils sieht man sich daher mit zwei sich widersprechenden Argumenten konfrontiert: Einerseits geht es ja gerade auch um die Sichtbarmachung von Minderheiten, die naturgemäß keine Mehrheit repräsentieren. Andererseits kann ein positiver Effekt nur erreicht werden, wenn die Zielgruppen diese Intention verstehen und anerkennen.

Ein nicht von der Hand zu weisender Aspekt stellt auch die Limitierung sprachlicher Möglichkeiten beim gendergerechten und -sensiblen Schreiben dar. Die in der Technischen Kommunikation verwendete Sprache ist allerdings von Grund auf eingeschränkt und idealerweise auch reglementiert, sodass die Ergänzung und Anpassung sprachlicher Standards keine einschneidenden stilistischen Einschränkungen mit sich bringt. Die Einhaltung der Standards zu gendergerechtem und -sensiblen Schreiben kann zudem wie auch andere sprachliche Vorgaben mit linguistischen Prüftools (für Regeln, Schreibtipps) und Terminologietools (für Termeinträge, Termchecks) gewährleistet werden. Die Prüftools ermöglichen eine gute Kontrolle auf gendergerechte Begriffe und diskriminierende Begriffe sowie Formulierungen (Ableismen, Ageismen) hin.

Einer sachlichen Betrachtung gendergerechter beziehungsweise -inklusiver Sprache entgegen stehen aus meiner Sicht vor allem die zahlreichen ideologischen Debatten, die sich darum ranken. Das verhärtet die Fronten, es verunsichert und stellt damit keine günstige Basis dar, um Lösungen zu entwickeln, die sich einer breiteren Akzeptanz erfreuen. Argumente gegen die Verwendung sind, dass hier ein Versuch unternommen wird, Sprache zu biegen, statt sie einer natürlichen Entwicklung folgen zu lassen, dass die Lesbarkeit der Texte beeinträchtigt wird und die sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten erheblich beschränkt sind. Fest steht, dass es einen ausschließlich „natürlichen“ Fluss der Entwicklung einer Sprache nicht gibt und auch in der Vergangenheit nicht gab. Eine kritische Reflexion von Manipulationen ist stets angebracht, sie sollte sich allerdings nicht nur auf gendergerechte Sprache beschränken.

Was die Lesbarkeit betrifft, so möchte ich eine Lanze für gendergerechte und -sensible Sprache brechen. Zwar sind in diesem Bereich ohne Zweifel zahlreiche Texte zu finden, deren Lesbarkeit erheblich beeinträchtigt ist. Das liegt jedoch zu einem nicht unerheblichen Teil an denjenigen, die diese Texte verfasst haben. Gendergerechte Sprache erfordert ein recht hohes Maß an Aufmerksamkeit bei der Texterstellung, und manche Satzkonstrukte sind dafür schlicht ungeeignet. Es gilt, sie zu vermeiden und durch Nutzen eines breiten Spektrums der möglichen Mittel einen lebendigen und lesbaren Text zu erzeugen.

Insgesamt sind Lösungen (sieht man einmal ab von speziellen Kontexten wie Technischer Kommunikation oder Anforderungen an Barrierefreiheit), die dazu führen, dass eine Sprache in ihrem Reichtum limitiert wird, auf Dauer nicht tragfähig und generell sollte eine Weiterentwicklung keine Verarmung zum Ziel haben. Die deutsche Sprache um den Singular, den Dativ und zahlreiche Worte und Wörter zu bereinigen, die den Anforderungen an Gendergerechtigkeit entgegenlaufen oder nicht entsprechen, würde zwangsläufig zu einer solchen Verarmung führen, und eine nachträgliche Überarbeitung von vorhandenen Texten verfälscht zudem häufig ihren gesellschaftlichen und historischen Zusammenhang. Eine behutsame Entwicklung und die Akzeptanz unterschiedlicher Ausdrucksformen würde möglicherweise die ideologischen Grabenkämpfe etwas entschärfen.

Zum Schluss ein aus meiner Sicht gelungenes Beispiel für ein Nebeneinander, das auf der diesjährigen Jahrestagung der tekom vorgestellt wurde: Auf dem Blog der c-rex.net GmbH (c-rex.net – Gendern smart gelöst: Eine technische Lösung für PDF-Publikation und Content Delivery im Web: c-rex.net – Gendern smart gelöst: Eine technische Lösung für PDF-Publikation und Content Delivery im Web: https://blog.c-rex.net/de-DE/posts/gendern-smart-geloest.html) kann das lesende Publikum selbst entscheiden, in welcher Variante es einen Text lesen möchte.

Screenshot: crexblog, Dezember 2021

Screenshot: crexblog, Dezember 2021

Quellen und Fundstücke

Für und Wider

„Gendern – philosophisch geprüft“ (Gert Scobel, YouTube-Video, 2021): https://www.youtube.com/watch?v=OJE30HApveo

„Gendern – Wahn oder Wissenschaft“ (Harald Lesch, Video aus der Reihe „Leschs Kosmos“ im ZDF, 2021): https://www.zdf.de/wissen/leschs-kosmos/gendern-wahn-oder-wissenschaft-100.html

Das generische Maskulinum ist ein Scheitern sprachlicher Inklusion (Interview mit Dr. Anatol Stefanowitsch auf ze.tt, 2019): https://ze.tt/das-generische-maskulinum-ist-ein-scheitern-sprachlicher-inklusion/

„Hier endet das Gendern“ (Peter Eisenberg, Artikel im MERTON Magazin, 2016): https://merton-magazin.de/hier-endet-das-gendern
„Mit oder ohne Gender-Sternchen?“ (Stefanie Meinecke, Corvin Tondera-Klein, Kurzartikel und Audio auf swr.de, 2021): https://www.swr.de/swr1/bw/programm/pro-und-contra-gender-sternchen-100.html

„Schlägt Verständlichkeit Diversität – oder schafft Diversität Verständlichkeit? Zu Möglichkeiten und Grenzen gendersensibler Sprache in der Leichten Sprache (Kristina Bedijis, Artikel in der trans-kom, PDF, 2021): https://www.trans-kom.eu/bd14nr01/trans-kom_14_01_08_Bedijs_Gender.20210517.pdf

„Geschlechtergerechte Sprache (Artikel und Übersichtsseite zu weiteren Artikeln zum Thema der Gesellschaft für deutsche Sprache e. V.): https://gfds.de/schwerpunkt-gendering/

Allgemeine Informationen

Gender-Doppelpunkt (Wikipedia-Eintrag): https://de.wikipedia.org/wiki/Gender-Doppelpunkt#Screenreader

Hilfen und Leitfäden

„Kompendium Gendersensible Sprache“ (Hrsg. Jeanne Wellnitz,PDF, BdKom, 2020): https://bdkom.de/sites/default/files/meldungen_files/kompendium_gendersensible_sprache_2.pdf

Genderwörterbuch: https://geschicktgendern.de

„Gendern für Profis“: zusammengesetzte Wörter mit Personenbezeichnungen (Duden): https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/gendern-komposita-personenbezeichnungen

„Gender und Diversity in Wort und Bild“ (Leitfaden der Geschäftsstelle Gender & Diversity der Stadt Freiburg, PDF, 2019): https://www.freiburg.de/pb/site/Freiburg/get/params_E534507091/1114619/Gender_in_Wort_und_Bild.pdf

„Leitfaden zur sprachlichen Gleichbehandlung von Frau und Mann“ (Leitfaden der Universität Zürich, PDF, 2006): https://www.fwb.uzh.ch/services/gender/Leitfaden.pdf

„Leitfaden gendergerechte Sprache“ (Leitfaden der Ludwig-Maximilians-Universität München, PDF, 2011): http://www.frauenbeauftragte.uni-muenchen.de/genderkompetenz/sprache/sprache_pdf.pdf

„Handreichung gendergerechte Sprache“ (Leitfaden des Queer-Referats der Ludwig-Maximilians-Universität München, PDF): https://www.frauenbeauftragte.uni-muenchen.de/genderkompetenz/sprache/handreichungqueerref.pdf

„Geschlechtersensible Sprache – Dialog auf Augenhöhe“ (Leitfaden der Gleichbehandlungsanwaltschaft Österreich, PDF, 2021): https://personalwesen.univie.ac.at/fileadmin/user_upload/d_personalwesen/Gleichstellung/Dokumente/210601_Leitfaden_geschl-Sprache_A5_BF.pdf

„Grenzen gendergerechter Sprache“ (Gero Fischer, Universität Wien, PDF, 2014): https://slawistik.univie.ac.at/fileadmin/user_upload/i_slawistik/Forschung/Fachdidaktik/Forum/44_Grenzen_gendergerechter_Sprache.pdf

Gendern in anderen Sprachen

Geschlechtergerechte Sprache, Teil 2: Wie andere Sprachen gendern – und was das für Übersetzungen bedeutet (Blogartikel, oneword, 2021): https://www.oneword.de/wie-andere-sprachen-gendern//#information

Barrierefreiheit

„Surfen im Dunkeln“ (Cindy Boden, Achim Tack, Animierte Darstellung dazu, wie Menschen mit Behinderung das Internet erleben, Spiegel, 2020?): https://www.spiegel.de/netzwelt/web/barrierefreiheit-surfen-im-dunkeln-a-939512ea-bdbb-4695-89a6-2110fe603e95

„Diskrimiert das Gender-Sternchen blinde Menschen?“ (Heiko Kunert, Blog-Beitrag auf Heikos.blog, 2021): https://heikos.blog/2020/11/08/diskriminiert-das-gender-sternchen-blinde-menschen/

„Gender-gerechte Sprache und Barrierefreiheit“ (Artikel auf netz.barrierefrei.de mit Klangbeispiel): https://www.netz-barrierefrei.de/wordpress/barrierefreies-internet/barrierefreie-redaktion/texte/gender-gerechte-sprache-und-barrierefreiheit/

Sehen oder nicht sehen – Tipps für mehr Barrierefreiheit (Sigi Lieb, Artikel auf „gesprächswert“, 2021): https://www.gespraechswert.de/barrierefreiheit-kommunikation-tipps/

„Gendern – Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V.“ (Artikel des DBSV, 2021): https://www.dbsv.org/gendern.html

„Screen Reader und Gendern“: Wie funktioniert das eigentlich? (Artikel im nwng-Blog, 2021): https://nwng.eu/blog-de/screenreader-gendern

Umfragen und Analysen

Umfrage zu gendergerechter Sprache (infratest, 2021): https://www.infratest-dimap.de/umfragen-analysen/bundesweit/umfragen/aktuell/weiter-vorbehalte-gegen-gendergerechte-sprache/

Beispiele

c-rex.net – Gendern smart gelöst: Eine technische Lösung für PDF-Publikation und Content Delivery im Web: https://blog.c-rex.net/de-DE/posts/gendern-smart-geloest.html

Kreative Ansätze

Gar nicht mehr neu – Neopronomen wie xier – Lucia Clara Rocktäschel (lucia-clara-rocktaeschel.de) – Autorin Illi Anna Heger: https://www.lucia-clara-rocktaeschel.de/neopronomen-wie-xier/

Gendern mit „ens“: Pronomen, Erklärung, Bedeutung, Definition – Bedeutung Online: https://www.bedeutungonline.de/gendern-mit-ens-pronomen-erklaerung-bedeutung-definition/

Version 3.3 : xier Pronomen ohne Geschlecht – Illi Anna Heger – Grafische Dokumentation, Comics, Theorie und xier Pronomen: https://www.annaheger.de/pronomen33/

Das NoNa-System – Geschlechtsneutrales Deutsch: https://geschlechtsneutralesdeutsch.com/das-nona-system/#artikel

Bildnachweise
  • Titelbild: Anne Jea., CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, Bildgröße und Seitenverhältnis angepasst

  • File: Gender Equality (6066) – The Noun Project.svg damien hensens, CC0, via Wikimedia Commons

  • File: Gender Neutral (13777) – The Noun Project.svg: Dan Brunsdon, CC0, via Wikimedia Commons
  • File: Pronouns beyond gender.png Mangostaniko, CC0, via Wikimedia Commons

  • File: Non-binary pronouns.png Amousey, CC0, via Wikimedia Commons
  • File: Hen – The Swedish pronoun.svg User:Myskoxen, CC0, via Wikimedia Commons

Bildungsreferentin E-Learning