Ein Blick in die Zukunft auf der UA Reloaded 2018

Ein erster Tag vollgepackt mit Vorträgen und ein zweiter Tag mit Workshops – das war die UA Reloaded in St. Leon-Rot. Die Konferenz zum Thema User Assistance ist eine gemeinsame Veranstaltung der tekom und des Softwareherstellers SAP.

In diesem Jahr drehte sich alles um User Experience, Videos, Automatisierung, Virtual Reality/Augmented Reality und Artificial Intelligence – alles zukunftsträchtige Technologien, die unsere Erfahrung mit Produkten optimieren sollen.

Gemeinsame Mission: Zugang zu Informationen jeglicher Art zu erleichtern, verschiedene benutzer- und situationsabhängige Kanäle zu bedienen und den Benutzer zu motivieren.

Zukunftsorientierte Technologien

Experten haben in ihren Präsentationen unter anderem

  • Videos als ultimative User Experience propagiert,
  • den Produktlebenszyklus neu aufgerollt,
  • automatische Textgenerierung als reale Technologie im Hier und Jetzt präsentiert,
  • die Zukunft der Vernetzung für die nächsten 5-10 Jahre prophezeit.

Inspirierendes Kommunikationsdesign kam aus Berlin mit stilistisch großem Wiedererkennungswert – und persönlichem Déjà-vu (hatte ich doch direkt vermutet, dass der Showroom von Otto Bock am Berliner Standort ein Werk von ART+COM ist. Meine Nachfrage wurde bestätigt).

Automatisierung – das Ende der redaktionellen Arbeit?

In den lebhaften Diskussionen im Anschluss an die Vorträge traten durchaus gemischte Gefühle zutage. Viele Zweifel wurden geäußert im Sinne von: Welche Arbeitsschritte werden nach und nach durch Automatisierung ersetzt? Reduziert sich die Arbeit für den Einzelnen mit der Konsequenz, dass weniger Fachkräfte in der Technischen Dokumentation benötigt werden?

Aber: nein. Überflüssig wird die redaktionelle Arbeit sicher nicht. Sie verändert sich aber: Speziell repetitive Arbeiten können durch maschinelle Unterstützung übernommen werden. Darüber können wir als Redakteure uns freuen!

Sondern ganz anders gedacht: Wenige Sekunden Video benötigen mehrere Seiten Skript. Maschinelle Sprachverarbeitung (Natural Language Generation) muss im Vorfeld ihrer Implementierung sorgfältig vorbereitet werden. Sätze schreiben sich nicht gänzlich von allein. Konzeptionelle, kreative, strukturelle Aufgaben sind nicht ersetzbar.

Ein Fazit

Produktbegleitende Informationen, die einen Mehrwert generieren, beispielsweise durch ihre besondere Erfahrbarkeit/Erlebbarkeit, durch besonders einfachen Zugang oder durch besonders verständlichkeitsfördernde mediale Unterstützung, haben gegenüber einseitigen Medien gewaltige Vorteile – und der Benutzer bringt genau diese Erwartungshaltung mit. Wir sollten vorbereitet sein.

Informationen zum Programm, zu den Vortragenden und zur konzeptionellen Ausrichtung der Veranstaltung unter:
ua-reloaded.de

Ein Beitrag von:

Bildungsreferentin im Bereich Social Media und Öffentlichkeitsarbeit

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