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Kurioses aus der Normenwelt – Teil 5

Wie immer betrachten wir hier das Thema Normung von seiner amüsanten Seite. Nachdem es eine längere Zeit nichts wirklich Außergewöhnliches zu berichten gab, können wir jetzt wieder ein paar kuriose Normen präsentieren.

Zungenbrecher

Eine interessante Norm ist bestimmt die DIN EN 17250. In dieser Norm geht es um „Lebensmittel – Bestimmung von Ochratoxin A in Paprika, Chilli, schwarzem und weißem Pfeffer, Muskatnuss, Gewürzmischung, Süßholz, Kakao und Kakaoerzeugnissen nach Reinigung an einer Immunoaffinitätssäule mit Hochleistungsflüssigchromatographie und Fluoreszenzdetektion“. Ein Zungenbrecher jagt den nächsten. Wenn man sich dann noch den Einführungsbeitrag auf der Beuth-Seite durchliest, wird es noch spezieller. Da scheint der eingefleischte Biologe gefragt zu sein.

Nachhaltigkeit im Weltraum

Dass die Normung grenzenlos ist, zeigt sich in der DIN EN 16604-20. Hier geht es um „Nachhaltigkeit im Weltraum – Planetarer Schutz“. Die Norm setzt sich mit zukünftigen bemannten Raummissionen auseinander und wie wir uns auf fremden Planenten verhalten wollen. Dann hoffen wir mal, dass das woanders im Weltall besser klappt als auf der Erde.

Normen kommen, Normen gehen

Neben den Neuerscheinungen verschwinden immer mal wieder Normen aus unserem Alltag. Interessant ist, dass es nicht immer alte Normen sein müssen, die von der technischen Entwicklung überholt und somit nicht mehr gebraucht werden. Eine dieser Normen ist die DIN EN ISO 15225. In der Norm geht es um die Festlegung von Datenstrukturen für die Nomenklatur von Medizinprodukten. Dies soll den Austausch von Daten zwischen unterschiedlichen Einrichtungen, wie Hersteller, Behörden oder Endanwender erleichtern. Die letzte Überarbeitung dieser Norm wurde im November 2016 veröffentlicht. Jetzt kommt wohl das Aus, da es offenbar keinen Bedarf für die getroffenen Festlegungen gibt. So schnell kann’s gehen. Da soll mal einer sagen, die Normung wäre unflexibel in der Reaktion auf aktuelle Entwicklungen.

Anders verhält es sich mit der DIN 49992 aus dem Jahr 1952. Diese Norm gibt es seit gut 66 Jahren mit ununterbrochener Gültigkeit. Aber nun hat es auch diese Norm erwischt und jetzt ist Schluss. „Leuchtengläser mit rundem Lochrand“ werden heutzutage wohl nicht mehr gebraucht. Das gleiche Schicksal ereilt auch ihre Familienmitglieder DIN 49982, DIN 49979, DIN 49978, DIN 49970 und DIN 49775 aus der Normenreihe „Elektrische Leuchten“. Auch wenn diese zum Teil nur 30-40 Jahre alt sind, sollen sie zeitgleich zurückgezogen werden.

Das soll’s mal wieder fürs Erste gewesen sein aus der Welt der Normung.

Ein Beitrag von:

Olaf Dömer
Senior Berater

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