Infolge der Corona-Krise schickten Unternehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter größtenteils ins Homeoffice. Viele von ihnen holten sie schon kurz darauf in Videokonferenzen zurück – von „Angesicht zu Angesicht“ traf man sich via Zoom Cloud Meetings, Microsoft Teams oder GoToWebinar zu Meetings, um Wichtiges zu klären, ohne die eigenen vier Wände verlassen zu müssen.

Gleichzeitig wurden mit dem Lockdown alle Präsenzseminare abgesagt. Was bei vielen Bildungseinrichtungen und Hochschulen zu Problemen führte, wurde im tecteam Bildungsinstitut als Herausforderung angenommen.
Denn die Frage „Präsenz- oder Distanzseminar?“ wurde hier schon vor etlichen Jahren umformuliert: „Wie lässt sich beides sinnvoll verbinden?“.

Mit dem „Blended-Learning- Konzept“ entwickelte tecteam eine Kombination aus Präsenz- und Distanzlernphasen, um eine hohe Flexibilität zu gewährleisten.
Dabei wurde die zentrale Bedeutung der Präsenzseminare betont, da die soziale Interaktion und damit das persönliche Verhältnis zwischen Lehrenden und Lernenden entscheidend ist für den Lernerfolg. Durch zusätzliche E-Learning-Inhalte wurde eine größtenteils individuelle und flexible Zeiteinteilung und somit eine gute Vereinbarkeit mit Beruf und Familie möglich.

Professionelle Technik musste bereitgestellt werden

Mit diesen Erfahrungen des Blended-Learning fiel es den motivierten Dozentinnen und Dozenten bei tecteam relativ leicht, ihre Präsenzseminare online durchzuführen. Dafür musste professionelle Technik bereitgestellt werden. Optisch schräge Beispiele aus diversen „Schalten aus dem Homeoffice“ selbst renommierter Fernsehsender taugten nicht als Vorbild – der Blickkontakt sollte auf Augenhöhe in natürlicher Haltung geschehen. Mit einem Laptop auf dem Schreibtisch und am oberen Rand integrierter Kamera ist das kaum zu realisieren.

Zur technischen Ausstattung im tecteam Bildungsinstitut gehören ein großer Bildschirm in Augenhöhe der Referenten, eine hochwertige
Webcam mittig davor installiert, dazu ein eigener Rechner mit den üblichen Präsentationsprogrammen.

Als Konferenzlösung entschied man sich für Zoom Cloud Meetings. In den Umgang mit Zoom oder anderen gängigen Videochat-Apps kann
man sich schnell einarbeiten, einige Tipps zu beachten schadet jedoch nicht (siehe Tipps von tecteam, damit Sie besser rüberkommen).

Olaf Dömer im Webseminar „Rechtliche Grundlagen für die Technische Dokumentation”.

Über Videochat leidet nicht nur der Blickkontakt

Webseminar bedeutet, dass Teilnehmende und Lehrende live im virtuellen Raum kommunizieren. Im Präsenzseminar bildet der Blickkontakt einen zentralen Bestandteil der nonverbalen Kommunikation. Über Videochat leidet dieser Blickkontakt.

Selbst wenn man die Teilnehmenden zwingen wollte, sich mit Bild zuzuschalten, lenken die Hintergründe teilweise mehr ab als dass sie hilfreich sind. Das trifft sowohl auf Teilnehmende im Homeoffice als auch in der Büroumgebung zu. Damit Lernen gelingen kann, müssen alle Beteiligten sich sensibilisieren. Zumindest bei Fragen sollte auf Blickkontakt geachtet werden.

Dozentinnen und Dozenten müssen sich häufiger durch Fragen Rückmeldung einholen und sich vergewissern, dass alle Beteiligten noch zuhören. Und der Einbau interaktiver Sequenzen ist online ungleich aufwendiger, aber auf jeden Fall möglich. Im Webseminar dauert es, bis Teilnehmer sich beschnuppert haben und die Atmosphäre sich lockern kann. Ähnlich wie im Präsenzseminar ist eine Vorstellungsrunde vorab unerlässlich.

Ein unverbindliches Videomeeting am Vorabend kann die Atmosphäre für den Webseminartag zusätzlich auflockern und bietet einen zwanglosen
Technik-Check.

Tipps von tecteam, damit Sie besser rüberkommen

  • Stellen Sie Ihren Laptop so auf, dass die Kameraoptik mit Ihnen auf Augenhöhe ist.

  • Benutzen Sie nach Möglichkeit einen zusätzlichen großen Monitor und eine externe Webcam. Stellen Sie die Webcam mit einem kleinen Stativ so auf, dass die Optik in der Mitte des Monitors steht. So schauen Sie bei der Präsentation Ihrer Folien nahezu automatisch Ihre Teilnehmerinnen und Teilnehmer an.

  • Achten Sie darauf, dass Sie keine Lichtquellen im Rücken haben.

  • Schauen Sie beim Sprechen in die Optik der Kamera – nur so haben Sie Blickkontakt zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

  • Die Übertragung des Tons geschieht leicht zeitversetzt. Lassen Sie Fragen sacken und warten Sie etwas, denn auch die Reaktion der Teilnehmerinnen und Teilnehmer geschieht leicht zeitversetzt.

  • Gestalten Sie Ihre Folien so, dass die Inhalte auch auf einem Mobiltelefon zu erkennen sind.

  • Starten Sie Ihr Meeting mindestens 45 Minuten vor dem eigentlichen Beginn, um Zeit für Problemlösungen zu haben.

  • Laden Sie sich auf einem weiteren Gerät selber ein, damit Sie sehen, was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehen (aber auf diesem Gerät Ton und Video wegschalten).

  • Achten Sie auf einen neutralen Hintergrund (idealerweise einfarbig, ein ruhiges Foto geht auch).

  • Tragen Sie nur einfarbige Hemden oder Blusen (auf keinen Fall gestreifte) mit passendem Kontrast zum Hintergrund.

  • Richten Sie sich so ein, dass Sie beim Webseminar sitzen können. Einen ganzen Tag im Stehen werden Sie nicht durchhalten (weil Sie sich kaum bewegen. Was im Präsenzseminar belebt, stört im Webseminar eher).

Die Vorteile überwiegen, wenn die Ausnahme nicht zur Regel wird

Ein Vorteil ist sicherlich, dass alle Beteiligten neben den Reise- und Übernachtungskosten auch die Anreisezeit sparen. Eine Teilnehmerin war ziemlich begeistert über die eingesparte Reisezeit von München nach Dortmund. Das Homeoffice wurde für viele über Monate zur Normalität, das gilt inzwischen auch für Webseminare. Gleichzeitig hoffen viele, dass der persönliche Austausch bald wieder Standard wird. Neben den E-Learning-Inhalten sind Präsenzseminare essentiell. Auch die Dozentinnen und Dozenten sehen derzeit viele Vorteile, wünschen sich jedoch, dass die Ausnahme nicht zur Regel wird.

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