Hier ist eine praxisnahe Strategie, um das Management zu überzeugen:
1. Formulieren Sie den Business Case
Das Management will wissen: Was bringt das dem Unternehmen? Was kostet es? Wo ist der ROI?
Argumentieren Sie mit Nutzen (Value):
- Kostensenkung durch weniger Supportaufwand
- Gut dokumentierte Produkte oder Prozesse reduzieren Rückfragen und Fehler.
- Schnelleres Onboarding neuer Mitarbeitender
- Spart Zeit, senkt Kosten, beschleunigt Produktivität.
- Qualitätssteigerung & Fehlervermeidung
- Durch Wiederverwendung entstehen qualitative gute Dokumente, Redundante manuelle Pflege derselben Inhalte an vielen Stellen erhöht das Risiko für Tippfehler, falsche Zahlen oder veraltete Aussagen.
- Wissenssicherung
- Bei Fluktuation geht kein Know-how verloren.
- Compliance & Haftung
- In vielen Branchen (z. B. MedTech, Automotive, Finance) ist Doku rechtlich verpflichtend.
- Kundenzufriedenheit & Wettbewerbsfähigkeit
- Professionelle Doku steigert die Außenwirkung und Kundenbindung.
2. Führen Sie Beispiele oder Vorfälle an
Je konkreter, desto besser:
- „Beim letzten Release kam es zu X Stunden Nacharbeit, weil die API nicht dokumentiert war.“
- „Der neue Entwickler hat 4 Wochen gebraucht, um sich einzuarbeiten – mit guter Doku wären es 2.“
- „Kunde Y hat sich beschwert, dass das Produkt nicht ausreichend beschrieben ist.“
Diese Stories wirken mehr als abstrakte Argumente.
3. Nutzen Sie Daten & Zahlen
- Anzahl interner Rückfragen zu unklaren Themen
- Eine zentrale Änderung hat zu umfangreichen Aufwendungen geführt
- Support-Tickets wegen mangelnder Anleitung
- Onboarding-Zeiten
- Häufigkeit von Fehlern durch Missverständnisse
Wenn Sie noch keine Daten haben: Starten Sie z.B. mit einer Umfrage oder Zählung interner Rückfragen über 1 Monat.
4. Schlagen Sie konkret vor, was Sie brauchen
Das Management will klare, umsetzbare Vorschläge – kein „wir müssten mal…“.
Beispiel:
„Ich möchte 0,2 FTE pro Team für 2 Monate auf Dokumentation ansetzen, um unser Onboarding zu verbessern. Das kostet uns X €, spart aber voraussichtlich Y € jährlich durch schnellere Einarbeitung.“
Oder:
„Ich schlage einen Doku-Standard und ein zentrales Tool (z. B. Redaktionssystem, Confluence, etc.) vor. Dafür brauche ich die Freigabe für Lizenzen und 2 Workshops mit den Teams.“
5. Zeigen Sie auf, dass Dokumentation Teil der Wertschöpfung ist
Viele sehen TD als „unproduktive Nebenarbeit“. Du musst zeigen:
- TD ist ein Produktbestandteil
- Ohne Anleitung ist das Produkt nicht vollständig.
- TD ermöglicht Skalierung und Wachstum
- Prozesse, APIs, interne Tools – alles skalierbar nur mit verständlicher Dokumentation.
- TD schützt das Unternehmen
- Bei Audits, Supportfällen, Sicherheitsvorfällen ist gute Doku oft entscheidend.
7. Verpacken Sie es als strategische Investition
Vermeiden Sie technische Detaildiskussionen – sprechen Sie die Sprache des Managements:
| Techniker sagt: | Manager hört lieber: |
|---|---|
| Unsere Doku ist veraltet | Wir haben ein Risiko in der Wissenssicherung. |
| Wir brauchen ein neues Tool | Wir können mit einem Investment langfristige Effizienzgewinne erzielen |
| Doku ist wichtig | Doku spart X € pro Jahr und reduziert Risiken |
Fazit: So überzeugen Sie das Management
- Sprechen Sie in Business-Zielen: Kosten, Effizienz, Risiko, Qualität, Kundenzufriedenheit
- Zeigen Sie echten Nutzen & ROI
- Belegen Sie mit Beispielen oder Daten
- Machen Sie konkrete, realistische Vorschläge
- Zeigen Sie Eigeninitiative
- Vermeiden Sie Technik-Jargon
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